Befeuchtung im Lüftungskanal

Zuluftbefeuchtung / Kanalbefeuchtung

Bei der Zuluftbefeuchtung wird der Feuchtenebel direkt im zentralen Lüftungsgerät eingedüst und verdunstet.
Der Vorteil dieser Luftbefeuchtungs-Variante liegt darin, dass keine Installation im Raum vorgenommen werden muss.

Die häufigsten Einsatzgebiete sind:

  • Räume und Hallen mit sehr geringen Deckenhöhen
  • Gebäude mit vielen kleineren Räumen, Verwaltung, Krankenhäuser, Büros
  • Hallen, die eine absolut homogene und konstante Zulufttemperatur und Luftfeuchtigkeit benötigen

 

Aufbau der Zuluftbefeuchtung

 

 

In einer Wasseraufbereitungsanlage wird Stadtwasser demineralisiert. Dieses absolut kalk- und salzfreie Wasser kann nun zur Verdunstung eingesetzt werden.
Das Luftbefeuchtungswasser wird in einer speziellen drehzahlgeregelten Industrie-Hochdruckpumpe auf Drücke zwischen 40 und 120 bar gebracht.
Somit lassen sich alle gewünschten Zuluftfeuchtewerte bzw. Raumluftfeuchtewerte auf +/- 2 % rel. Feuchte ausregeln. Die Hochdruckleitung führt das Druckwasser zu den speziellen Feinstnebeldüsen, die im Zuluftstrom in Luftrichtung angeordnet sind. Ein Düsenstock aus Edelstahl, ganzflächig über den Zuluftkanalquerschnitt verteilt, sorgt für eine absolut homogene Luftbefeuchtung der Zuluft.

Um die nachgeschaltetten Zuluftkanäle vor einer Überfeuchtung zu schützen, werden Tropfenabscheider nach der Befeuchterkammer installiert. Eine Baulänge für die gesamte Befeuchtungskammer, also Befeuchtungsstrecke + Einbaulänge beträgt mindestens 1,60m. Wird die Befeuchtungsstrecke reduziert, muss mit zweistelligen Abwasserwerten kalkuliert werden.

 

Zuluftbefeuchtung mit Luftrichtung von links nach rechts. Turbulatoren erzeugen eine Luft-Wassernebel-Vermischung auf kürzester Strecke. Somit können Zuluftbefeuchtungserhöhungen um bis zu 12 g/kg erzielt werden.