Elektrostatische Aufladung:
Risiken und Gegenmaßnahmen

Wussten Sie, dass schon das simple Aufheben einer Plastiktüte von einem Arbeitstisch eine elektrostatische Aufladung von bis zu 20.000 Volt erzeugen kann? Dass beim Laufen über einen Teppichboden sogar Spannungen von bis zu 35.000 Volt entstehen? So eine statische Aufladung bildet sich bei vielen Produktionsprozessen an den Produkten oder Anlagenkomponenten. Das ist normalerweise auch unproblematisch, denn die elektrische Ladung wird im weiteren Produktionsablauf wieder risikolos entladen.

Aber eben nicht immer. In vielen Branchen ist die elektrostatische Aufladung ein permanentes, ernstzunehmendes Risiko, das hohe Kosten und Schäden verursachen kann – bis hin zu Todesfällen!

 

Hier die größten Risiken bei einer statischen Aufladung:

  • Explosionsgefahr bei Holz, Kohle, Mehl, Kaffee und vielen weiteren Stoffen! Wenn leicht entzündlichen Gefahrenstoffe in trockener Umgebung als Staub auftreten, bilden sich hochbrennbare Gase. Dann genügt schon eine Entladungsspannung von 50 V, um einen Funken zu erzeugen, der diese explosiven Gase entzündet!
  • Explosionsgefahr bei Holz, Kohle, Mehl, Kaffee und vielen weiteren Stoffen! Wenn leicht entzündlichen Gefahrenstoffe in trockener Umgebung als Staub auftreten, bilden sich hochbrennbare Gase. Dann genügt schon eine Entladungsspannung von 50 V, um einen Funken zu erzeugen, der diese explosiven Gase entzündet!
  • Das Betriebspersonal kann elektrische Schläge erleiden.
  • Elektronische Bauteile, die Sie produzieren, nehmen Schaden oder können sogar zerstört werden – das geschieht schon bei Entladungsspannungen unter 5 Volt.
  • Ihre eigenen Produktionsanlagen können bereits bei Entladungsspannungen von 30 Volt beschädigt oder völlig unbrauchbar werden.
  • Anziehungskräfte aufgeladener Produkte wie Folien, Stoff oder Papier erschweren die Verarbeitung und verursachen unnötigen Ausschuss.
  • Die Qualität der Druckergebnisse, gerade bei Digitaldruck, wird soweit vermindert, dass hierbei zuviel Ausschuß entsteht
  • Druckfarben oder Farbkartuschen trocknen zu schnell aus. Gerade bei Textildruck ist eine Luftfeuchtigkeit über 50% rel.F. extrem wichtig.
  • Beim fräsen von Hartschaum- oder Verbundplatten ist ebenfalls eine hohe Feuchtigkeit der Luft wichtig, da sonst alle Spähne und Stäube an der Platte anhaften.

 

 

So schnell droht eine statische Aufladung

Statische Elektrizität entsteht, wenn zwei verschiedene Materialien aneinander gerieben und danach getrennt werden. Denn beim Reiben entsteht Wärme, sodass sich an der Oberfläche beider Materialien die Struktur kurzzeitig verändert. Dadurch wandern Elektronen von der einen Oberfläche zur anderen, und auf beiden entsteht ein gleich großer Ladungsüberschuss mit entgegengesetztem Vorzeichen. Wenn diese beiden Ladungen nach der Trennung der Oberflächen nicht abfließen, bildet sich ein elektrisches Feld: die statische Aufladung.

Dies passiert in modernen Fertigungsprozessen, wenn zum Beispiel Materialien über Rollen und Walzen geführt, um in kurzer Zeit in gleichbleibend hoher Qualität zu fertigen. Falls Materialen wie beispielsweise Holz, Folien oder Papier sehr trocken sind oder nicht sauber über die Rollen laufen, entsteht eine statische Aufladung. Sobald jetzt noch ein erhöhtes Staubaufkommen hinzukommt, weil die Luftfeuchtigkeit zu niedrig ist, erhöht sich das Risiko zusätzlich. In der Textil- oder Garnindustrie kann das Material außerdem reißen, was häufig zu einem enormen Produktionsausfall führt.

 

Die Lösung: exakt dosierte Luftbefeuchtung

Eine elektrostatische Aufladung lässt sich verhindern, indem die relative Luftfeuchtigkeit in den betroffenen Räumlichkeiten und Bereichen erhöht wird. Bei 50 bis 65 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit werden Potenzialunterschiede nahezu abgebaut, der Ionenflug reduziert und die Neuaufladung minimiert. Folien „kleben“ nicht mehr aneinander, Staub haftet sich nicht an Ihre Produkte, die Verarbeitung von Granulaten und Pulver wird wieder vereinfacht. Eine Optimierung der Luftfeuchtigkeit optimiert ebenso die Staubbindung  in Ihrer Produktion, Labor oder Büro.

Häufig liegt die Luftfeuchtigkeit aber deutlich unterhalb der „sicheren“ 50 Prozent: In unklimatisierten, geheizten Räumen, also vor allem im Winter, beträgt sie zum Beispiel oft nur 20 bis 30 Prozent, wenn nicht noch weniger. Eine professionelle Luftbefeuchtung von AFT kann die Luftfeuchtigkeit konstant auf den sicheren Bereich erhöhen, sodass Sie die gefährlichen elektrostatischen Aufladungen vermeiden. Die exakte Planung, Projektierung, Installation, sowie Betrieb und Wartung sind für eine zuverlässige und trotzdem kostengünstige Luftbefeuchtung entscheidend. Mit AFT haben Sie genau den richtigen Partner dafür, denn hier bekommen Sie alles aus einer Hand. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne unverbindlich.